Bau von Haus 1
Bereits im Gründungsjahr des Vereins, 1956, begann das Sammeln von Spenden. Tausende „Bettelbriefe“ gingen an Privat- und Geschäftsleute, begleitet von zahlreichen Gesprächen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Die prominenten Namen des Schirmherrn und der Vereinsgründer, Bayerns Ministerpräsident Dr. Wilhelm Hoegner, Universitätsrektor Prof. Dr. Alfred Marchionini, Justizminister Dr. Fritz Koch und Dr. Hans-Jochen Vogel, waren dabei hilfreich. Bereits nach zwei Jahren waren die nötigen Eigenmittel beisammen und ein Ruinengrundstück im Besitz der Stadt München in der Nähe der Münchner Hochschulen gefunden. Die Stadt verkaufte es dem Verein und gewährte ihm zugleich einen Förderzuschuss in Höhe des Kaufpreises. Beides ist vor allem dem damaligen Münchner Oberbürgermeister Thomas Wimmer (SPD) zu verdanken, der sich entschieden für eine Förderung des Wohnheims von städtischer Seite einsetzte.
Hinzu kamen Fördermittel von Bund und Land, ein Kredit der Stadtsparkasse sowie eine unkündbare Mietvorauszahlung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Akademiker. Der Verein verpflichtete sich im Gegenzug, der Arbeitsgemeinschaft zum üblichen Mietpreis ein Büro im Erdgeschoss von ca. 20m² zu vermieten und ein Nutzungsrecht für die Gemeinschaftsräume einzuräumen. Die Rechte aus diesem Vertrag wurden auf den Sozialdemokratischen Hochschulbund übertragen, dessen Büro bis 1973 im Wohnheim untergebracht war.
Hinzu kamen Fördermittel von Bund und Land, ein Kredit der Stadtsparkasse sowie eine unkündbare Mietvorauszahlung von der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Akademiker. Der Verein verpflichtete sich im Gegenzug, der Arbeitsgemeinschaft zum üblichen Mietpreis ein Büro im Erdgeschoss von ca. 20m² zu vermieten und ein Nutzungsrecht für die Gemeinschaftsräume einzuräumen. Die Rechte aus diesem Vertrag wurden auf den Sozialdemokratischen Hochschulbund übertragen, dessen Büro bis 1973 im Wohnheim untergebracht war.
Als Architekten für den Bau konnten Werner und Grete Wirsing, angesehene Pioniere der Nachkriegsmoderne, gewonnen werden. Nach gründlicher Planung, die am 21. Januar 1958 mit der Fertigstellung der Baupläne abgeschlossen wurde, konnte der Bau begonnen und am 25. März 1959 der Grundstein gelegt werden. Bis zum Jahresende konnte Haus 1 mit 144 Wohnplätzen – davon 64 in Doppelzimmern – fertiggestellt und bezogen werden. Die feierliche Eröffnung fand am 7. Januar 1960 statt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,2 Mio. DM. Werner Wirsing war bis zu seinem Lebensende dem Studentenwohnheim und seinem Trägerverein als Mitglied verbunden.
rechts: Modell des Hauses 1 des Schollheims nach Werner und Grete Wirsing (bereitgestellt vom Architekturmuseum der TUM)
rechts: Modell des Hauses 1 des Schollheims nach Werner und Grete Wirsing (bereitgestellt vom Architekturmuseum der TUM)










.jpeg)
.jpeg)
-p-500.jpg)



